Die Natur macht nichts umsonst, alles hat seinen Sinn, viele wunderbare Beispiele kennen wir, wie sich Form und Funktion zu einer sinnhaften Einheit zusammenfinden.
Beispiel: im Falle einer verlorengegangenen Kaufunktion – diese wieder -wie die Natur- herstellen zu wollen, erfordert höchstes Wissen und überdurchschnittliches handwerkliches Können seitens aller an dieser Restauration Beteiligten. Auf die Gesamtheit des hergestellten Zahnersatzes wird diese Technik nur von wenigen beherrscht und angewandt.
Um NAT verstehen zu können, muss man die Zusammenhänge bei der Entwicklung im natürlichen vorerst verstehen lernen. Wenn unsere Zähne kommen, müssen sie zunächst ihre Lagebeziehung und ihren Gegenspieler finden und das wird in aller Regel bis auf einen minimalsten Abstand (bis zu 40my) passieren. Unsere Kauflächen funktionieren nach einem Mörser-Pistill-Prinzip: jeder große Backenzahn hat zwei Mörser (Pfanne) und zwei Pistille (Höcker), die genau zueinander passen müssen. Da sie am Anfang das aber noch nicht tun, hat jeder Höcker noch kleinen Höcker auf seiner Oberfläche. So entsteht die Möglichkeit, dass sich, bei der Findung und Zuordnung unserer Zähne, nur punktförmige Flächen berühren und sie sich viel einfacher im Laufe der Zeit selbst einschleifen können als große flächige Kontakte.
Wirklich kompliziert wird es nun aber dadurch, dass wir zwei Kiefergelenke haben und diese zwangsläufig völlig andere Bewegungsmuster durchführen müssen. Dabei spiegelt sich die Anatomie und die Bewegungsmöglichkeit der Kiefergelenke unmittelbar auf den Kauflächen wieder. Durch den Freiheitsgrad beider Gelenke entsteht so auf den Kauflächen ein ganz unterschiedliches Bewegungsmuster, ein sog. 'okklusaler Kompass' mit Flächen, die sich berühren dürfen und anderen, die das keinesfalls tun dürfen.
Durch ausgedehnte Füllungen, Zahnfehlstellungen, Abrasionen oder aber auch durch Zahnersatz, bei dem diese dreidimensionale Gesetzmäßigkeiten keine Beachtung finden, gibt es mehrere Möglichkeiten wie das komplizierte Kausystem im Zusammenhang mit unserem gesamten Körper reagieren kann. Es kommt zu Zahnfrakturen und immer wiederkehrenden typischen Frakturstellen, die Keramik erleidet Brüche oder das Kiefergelenk reagiert und nicht zuletzt kann es zu Störungen im gesamten Wirbelsäulenbereich kommen.
Da unser Körper oft eine hohe Toleranzgrenze besitzt, kommt es meist erst nach Jahren zu derlei Auswirkungen und Symptomen und werden dann nur in den seltensten Fällen mit den tatsächlichen Ursachen in Verbindung gebracht.
Sind Beschwerden einmal da, benötigt der Patient eine Funktionsanalyse des Kausystems (Craniomandibulären Systems) und sehr oft als erstes eine Schienentherapie mit einer temporären adjustierten Kunststoffschiene, die nachts zu tragen ist. Im nächsten Schritt ist eine Überführung der Schienensituation in eine permanente Lösung sinnvoll und notwendig.
Zahnersatz, der nach den Prinzipien der Naturgemäßen Aufwachstechnik hergestellt ist, stellt somit eine wirkliche Integration von 'künstlichen Organersatz' dar und verhilft den Betroffenen zu mehr Lebensqualität
Naturgemäße Aufwachstechnik
Der etwas andere Zahnersatz