Einfach-nur-Zahnarzt
Immer wieder gerät unser Berufsstand wegen Korruption in die Schlagzeilen:
In unserer Praxis werden nachfolgende Sachverhalte so gehandhabt:
Unsere Fortbildungen zahlen wir uns selbst, auch die Reise und Unterkunft.Wir machen keinen Urlaub am Fortbildungsort, um ihn dann steuerlich absetzen zu können.
Wir haben mit den Ärzten an die wir überweisen keinerlei Abmachungen,außer der, dass sie unsere Patienten fachlich sehr gut betreuen.
Mit Dentallaboren haben wir keine Rabattvereinbarungen. Der Zahnersatz für unsere Patienten wird ausschließlich nur von Zahntechnikermeistern angefertigt. Wir kaufen keinen billigen Zahnersatz im Ausland, um ihn dann teurer weiterzuverkaufen.
Wir sind unabhängig in der Wahl der Implantatsysteme. Wir entscheiden uns für das im Patientenfall beste System.
Wir sind frei in der Wahl der Medikamente für unsere Patienten. Wir entscheiden uns immer für das beste Medikament unabhängig von der Pharmafirma.
Für Empfehlungen, die wir in Fachzeitschriften abgeben, erhalten wir weder Geld noch andere Zuwendungen von Firmen.
Der Kauf von Dentalmaterialien erfolgt nicht nach der Rabattmöglichkeit, sondern nach deren Qualität. Der Einkauf ist in einer zahnärztlichen Einkaufsgenossenschaft organisiert. Diese ist nicht abhängig oder im Besitz eines amerikanischen Dentalkonzerns.
Auch in Deutschland haben sich Betrug, Verschwendung und Korruption im Gesundheitswesen im Laufe der Jahrzehnte weit verbreitet. Denken wir nur an den Globudent-Betrug bei Zahnärzten oder den Herzklappenskandal bei Ärzten. Eine umfangreiche Erhebung zur Korruptionsanfälligkeit des deutschen Gesundheitswesens wurde erstmalig im Jahr 2000 von Transparency International Deutschland vorgelegt. Die durch Korruption jährlich entstehenden Verluste werden auf einen zweistelligen Milliardenbetrag geschätzt.
So werden z.B. Ärzten kostenlose Fortbildungen geboten, die zu Werbezwecken der einladenden Pharmaunternehmen missbraucht werden. Außerdem ist es nicht selten, dass Pharmakonzerne Ärzten und Apotheken Rabatte auf ihre Produkte einräumen, die natürlich nicht an den Patienten weitergegeben werden. Folglich werden von den Kassen weitaus höhere Kosten für Medikamente zurückerstattet, als die Apotheken für selbige gezahlt haben. So erhielten Ärzte für die Verschreibung von Pharmaprodukten von Firmen Vergünstigungen, was gegen das ärztliche Berufsrecht verstößt.